A
A
A

ÖGE-Gütesiegel

Einführung

Mit der Badenweiler Erklärung1 haben sich die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten und der WHO im Februar 2007 die Gesundheitsförderung und gesundheitliche Prävention als vorrangiges Ziel gesetzt. Bis 2010 sollen EU-weit im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung 30 % mehr Einrichtungen „gesunde“ Mahlzeiten anbieten. Im Ernährungsbericht 20082 werden die Problemfelder der modernen Ernährung angesprochen und auf das Potenzial der Gemeinschaftsverpflegung hingewiesen.

 

Eine langfristig inadäquate Nährstoffversorgung, begleitet von Bewegungsmangel und weiteren Umständen (Stress, Alkoholkonsum) kann zu Übergewicht, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und weiteren ernährungsassoziierten Erkrankungen führen. Der wachsende Zukunftsmarkt des Außer-Haus-Verzehrs eröffnet, neben wirtschaftlichen Chancen, neue Möglichkeiten auf ein „gesundes“ Ernährungsverhalten hinzuwirken. Beim ernährungsphysiologischen Qualitätsanspruch kommt es auf eine ausgewogene, gesundheitsfördernde Zusammenstellung der Ernährung an. Für die Zubereitung und Bereitstellung von Speisen bedeutet das, dass die Gemeinschaftsverpflegung dem jeweiligen Verpflegsteilnehmer - Kinder und Jugendliche in Bildungsstätten, Erwachsene im Berufsleben sowie Senioren - alle Nährstoffe in der Menge liefert, wie er sie benötigt. Anhaltspunkte für die notwendige Nährstoffzufuhr bieten die D-A-CH Referenzwerte sowie die Empfehlungen der Ernährungsgesellschaften. Die Umsetzung der jeweiligen Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr in die Praxis ist für die Führung eines Unternehmens bzw. einer Betriebsküche nicht immer einfach.

 

Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE e.V.) ein Gütesiegel für nährstoffoptimierte Speisenqualität in der Gemeinschaftsverpflegung entwickelt. Im Fokus standen dabei aktuelle ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse, Umsetzbarkeit sowie Praxistauglichkeit. Das ÖGE-Gütesiegel kann seit Juli 2007 mit Bescheid des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft als Gütezeichen geführt werden. In Österreich gibt es zurzeit 4 offiziell genehmigte Gütesiegel (ÖGE-Gütesiegel, AMA-Gütesiegel, AMA-Bio-Zeichen,  ÖQA-Gütezeichen),wobei die ÖGE Unternehmen der Gemeinschaftsverpflegung die Möglichkeit bietet, ihre nährstoffoptimierte(n) Menülinie(n) zertifizieren zu lassen.

Vorrangiges Ziel des ÖGE-Gütesiegels ist die Qualitätssicherung in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung.

Mit dem Erwerb des Gütesiegels haben Unternehmen die Gewährleistung, dass ihre Speisenzusammenstellung ernährungsphysiologisch optimiert ist und ihre Kunden in den Genuss einer gesundheitsfördernden Ernährung kommen. Konsumenten und Konsumentinnen, die solche, als ÖGE-Gütesiegel gekennzeichneten Speisen nährstoffoptimierter Menülinien in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung verzehren, haben die Gewähr, dass diese Speisen auf der Basis der ÖGE-Gütesiegelkriterien nährstoffoptimiert und -schonend zubereitet wurden.

Für die Unternehmen der Gemeinschaftsverpflegung bringt das ÖGE-Gütesiegel, neben einem deutlichen Wettbewerbsvorteil, eine Imagesteigerung, eine Verbesserung der Akzeptanz und eine Erhöhung des Genusswertes der Speisen.

 

Unternehmen, die bereits ÖGE-Gütesiegel zertifiziert sind:

  •      Messe in der Österreichischen Nationalbank (2008)
  •      Max Catering (2009)
  •      Gourmet Group (2010)

 

Weitere Unternehmen, die sich gerade in der Vorbereitungsphase befinden:

  •      Kulinarik (2010 avisiert)
  •      SV Catering (2010 avisiert)

 

 

Kontakt:

Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE)
Maga. Alexandra Hofer
c/o AGES Bürotrakt WH
Spargelfeldstraße 191
1220 Wien
Tel.: 01/714 71 93
Fax: 01/1/718 61 46
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Web: www.oege.at


 

 

 

7 Stufen zur Gesundheit –
die Österreichische Ernährungspyramide